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Stimmanthropologin

Wir forschen über die Stimme - durch sie hindurch

Stimmanthropologie als angewandte Wissenschaft ist mein Weg auf praktische und theoretische Art und Weise die übergeordnete Orientierungsfunktion der Stimme für menschliches Leben zu beforschen und interdisziplinäre praktische und theoretische Begriffe zur Stimme zu entwickeln. Indem wir durch den Stimmklang forschen, erhalten wir Wissen und Verständnis von Stimme und Mensch.
» Vortrag zu Stimme und Bewegung (auf Vimeo)

Die Grundlagen von Methodik und Praxis der "Angewandten Stimmanthropologie" habe ich in meiner Monografie "Stimmklang und Freiheit - zur auditiven Wissenschaft des Körpers" zusammengefasst. Erschienen im April 2013 bei transcript, Bielefeld.
» transcript verlag

Am Zentralinstitut für Weiterbildung der Universität der Künste Berlin biete ich jedes Frühjahr (März/ April) drei Module zur angewandten Stimmanthropologie an. Sie spiegeln den aktuellen Stand der inspirierten Forschung und Praxis. » Am Zentralinstitut für Weiterbildung der Universität der Künste Berlin

Angewandte Stimmanthropologie für Stimme und Bewegung stellt den Kehlkopf als wichtigstes Wahrnehmungsorgan für Bewegung ins Zentrum. Tänzer und Beweger erfahren eine völlige neue Koordination ihrer Bewegung, die über innere synästhetische Abläufe geregelt wird. Die Unterdrückung von Lauten und Reflexen in der Bewegung unterbindet die freie Entfaltung des künstlerischen Potentials. Ein hochgezogener in Extremitäten- und Rumpfdruck fixierter Kehlkopf ist nicht schwingungsfähig - deshalb klingen viele Tänzerstimmen eher rau und hauchig oder gepresst. Eine klassische Gesangsausbildung dagegen fordert meist das andere Extrem einer fixierten, innerlich frei gehaltenen Mittelachse, die nicht mit flexibler tänzerischer Bewegung vereinbar ist. Seit Ende der 1990er Jahre arbeite und forsche ich gemeinsam mit Tänzern und Choreografen an der inneren Ausbalancierung von Stimme und Bewegung. Inzwischen können wir sagen, dass Tanz und Gesang den gleichen Kriterien und inneren Sinnesanbindungen folgen - werden sie beachtet resultiert ein einheitlicher musischer Reflex, der sich in freier Stimme und unabhängiger gleichzeitiger freier Bewegung zeigt. Veröffentlichungen sie weiter unten

Durch mein Studium in Medizin und Philosophie bin ich mit den Methoden naturwissenschaftlicher und geisteswissenschaftlicher Forschung vertraut und heute mit verschiedenen interdisziplinären wissenschaftlichen und künstlerischen Forschungsansätzen vernetzt wie z.B. Historische Anthropologie Berlin (Christoph Wulf), Sound Studies (Holger Schulze), Kulturen des Performativen (Doris Kolesch), Kunst und Neurowissenschaft ( u.a. Louise Wagner), angewandte Stimmphysiologie(Lichtenberger Institut ®). 2008 erwarb ich einen Master of Arts in Klanganthropologie. Ich bin Mitglied im DTKV und in der GEDOK (» http://www.gedok-berlin.de).

Weitere Auswahl Veröffentlichungen:

  • 2016 "Körper der Improvisation – von somatisch zu semantisch
    in "improfil – Theorie und Praxis improvisierter Musik",
    Heft Nr. 79 "Musikalische Improvisation und der Körper", Mai 2016
  • 2016 "Die Körper des Stimmklangs - eine Skizze in Bewegung" in
    „Intercorporeity, Movement and Tacit Knowledge – Zwischenleiblichkeit und bewegtes
    Verstehen”, Undine Eberlein (Hg.), transcript, Bielefeld (in print)
  • 2016 "Freed Voice - Voce in Libertà" in Anthropology of Sound. The Senses and Society 11 (2016),
    no. 1 (forthcoming), Holger Schulze, Michael Bull (Eds.), Engl.
  • 2015 "Die Körper des Stimmklangs - eine Skizze zur angewandten Stimmanthropologie"
    in "VOX humana", Jahrgang 11.2 / 06.2015, S.8-10.
  • 2013 RheingoldResonanzen dt. u. engl.
  • 2013 "Stimmklang und Freiheit - zur auditiven Wissenschaft des Körpers",
    transcript, Bielefeld 2013. » zum Buch
  • 2012 „Stimmklang und Bedeutung – Fünf Perspektiven auf den
    resonierenden Körper – oder: Was singt mir, die ich höre in meinem
    Körper das Lied?“ in „Situation und Klang.
    Zeitschrift für Semiotik Bd. 34, Heft 1-2“,
    Holger Schulze (ed.), Stauffenburg Verlag, Tübingen 2012.
  • 2012 "Von der Substanz des Hörens" in „Gespür. Empfindung. Kleine Wahrnehmungen.
    Sound Studies Bd.3“, Holger Schulze (ed.), transcipt, Bielefeld 2012.
  • 2012 "Hören? – Pädoyer für eine auditive Wissenschaft"
    in "Musik-Stadt. Traditionen und Perspektiven urbaner Musikkulturen. Band 2"
    Helmut Loos, Sebastian Klotz (eds.), Gudrun Schröder Verlag, Leipzig 2012.
  • 2009 "Funktionaler Stimmklang – ein Prozess mit Nachhalligkeit“
    in „Funktionale Klänge. Sound Studies Bd.2 “,
    Georg Spehr (ed.), transcript, Bielefeld 2009.